Wenn man mit dem Tauchen beginnt, steht meist der Open Water Diver (OWD) als erster Schritt auf dem Plan. Doch schnell stellt sich die Frage: Wie läuft die Ausbildung eigentlich ab, bei welcher Organisation sollte man starten und was ist der beste Einstieg? In diesem Beitrag teile ich meine Gedanken dazu und beschreibe, wie ich selbst an das Thema herangegangen bin und welche Erfahrungen mir den Weg ins Tauchen erleichtert haben.
Zuerst mal ein kleiner Disclaimer:
Die Inhalte dieses Blogs dienen ausschließlich der allgemeinen Information rund um das Thema Tauchen.
- Keine professionelle Beratung: Alle Beiträge spiegeln persönliche Erfahrungen und allgemeines Wissen wider. Sie ersetzen keine professionelle Ausbildung, Beratung oder individuelle Sicherheitsunterweisung.
- Eigenverantwortung: Tauchen ist eine Aktivität mit Risiken. Jeder Leser ist selbst dafür verantwortlich, sich vor dem Tauchen umfassend zu informieren, eine fundierte Ausbildung zu absolvieren und die geltenden Sicherheitsregeln einzuhalten.
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Meine Sicht
Nach zwei Schnuppertauchgängen in Griechenland stand für mich fest: Ich wollte richtig tauchen lernen. Damals stellte ich mir das noch recht simpel vor – einfach den Open Water Diver machen und fertig. Dass dafür jedoch Erfahrung, Übung und einiges an Wissen notwendig ist, hatte ich zu Beginn nicht wirklich bedacht. Eines war mir allerdings sofort klar: Ich bin ein Warmwasser-Taucher. Gute Sichtweiten, angenehme Temperaturen sowie die Faszination von Wracks und Höhlen in den Riffen sind genau das, was mich begeistert.
Sofort kam die Frage auf: Wie macht man das denn nun? Muss ich in einen Verein eintreten? Ich brauche einen Überblick!

Die Organisationen und die jeweiligen Äquivalente
Es gibt eine große Anzahl von Tauchorganisationen, alle mit Vor- und Nachteilen.
Internationale Tauchorganisationen
- PADI (Professional Association of Diving Instructors) – größte Organisation weltweit, sehr hohe Anerkennung.
- SSI (Scuba Schools International) – zweitgrößte Organisation, stark digitalisiert mit MySSI-App.
- CMAS (Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques) – gegründet 1959, sehr tiefgehende Ausbildung, Dachverband vieler nationaler Vereine.
- NAUI (National Association of Underwater Instructors) – US-amerikanisch, non-profit, mit Fokus auf Sicherheit.
- BSAC (British Sub-Aqua Club) – ältester Verband (UK), stark vereinsorientiert.
- IAC (International Aquanautic Club, früher Barakuda) – deutsche Wurzeln, international tätig.
- GUE (Global Underwater Explorers) – bekannt für sehr anspruchsvolle technische und Höhlentauch-Ausbildung.
- IANTD (International Association of Nitrox and Technical Divers) – spezialisiert auf technisches Tauchen und Mischgas.
- SDI/TDI (Scuba Diving International / Technical Diving International) – Freizeit- und Tech-Tauchen.
- ANDI (American Nitrox Divers International) – Fokus auf Nitrox und Sicherheit.
- PDIC (Professional Diving Instructors Corporation) – US-Organisation, ähnlich PADI.
- PSS (Professional Scuba Schools) – international, mit Schwerpunkt Europa.
Nationale und regionale Organisationen (Deutschland, Österreich, Schweiz)
- VDST (Verband Deutscher Sporttaucher) – Mitglied im CMAS, größter deutscher Verband.
- VDTL (Verband Deutscher Tauchlehrer) – Berufsverband für Tauchlehrer.
- VEST (Verband Europäischer Sporttaucher) – regionaler Verband.
- VIT (Verband Internationaler Tauchschulen) – international tätig, Sitz in Deutschland.
- DIWA (Diving Instructor World Association) – Deutschland & Costa Rica.
- DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Abt. Tauchen) – Rettungstauchen.
- ÖBV (Österreichischer Berufstauchlehrer Verband) – Österreich.
- SUSV (Schweizer Unterwasser-Sport-Verband) – Schweiz, Mitglied im CMAS.
Damit sich die Organisationen untereinander besser abstimmen können hat man sich auf ein paar Dinge geeinigt. Dies ermöglicht es Tauchern bei einer Organisation anzufangen und bei einer anderen weiter zu machen.
So ungefähr sieht eine Äquivalenzliste aus:

Der für mich bedeutenste Satz am Anfang
Nachdem mir nun klar war, wie unüberschaubar das ist lernte ich von einem erfahrenen Taucher den Satz:
Suche nicht nach einer Organisatzion sondern nach einem Tauchlehrer!“
Das war zumindest für mich ein echter Wendepunkt!
Ich hab eine Weile mit unterschiedlichen Tauchbasen gemailt und bin letztendlich fündig geworden:
Ich habe Manfred Kellerman als Tauchlehrer gewählt, weil seine Ausbildung genau das verkörpert, was für mich echtes Tauchen ausmacht: unmittelbare Praxis, klare Ansprüche und ein kompromissloser Fokus auf Sicherheit und Können. Bei ihm findet die Ausbildung nicht im geschützten Pool statt, sondern direkt im offenen Meer – dort, wo Strömung, Sicht und Bedingungen real sind und jede Bewegung zählt. Die theoretischen Grundlagen nach CMAS wurden Online erlernt, und vom Ihm immer wieder abgefragt, bis sie wirklich verinnerlicht waren. Manfred ist hart, aber fair: Er lässt nichts durchgehen, was später unter Wasser zum Risiko werden könnte. Details wurden so lange geübt, korrigiert und wiederholt, bis sie zuverlässig funktionierten. Genau diese Mischung aus direktem Face‑to‑Face‑Training, konsequenter Praxis und einem hohen Anspruch an Präzision hat ihn für mich zum idealen Tauchlehrer gemacht.
Hinzu kam, dass ich dort tauchen lernen wollte wo ich später auch tauchen werde. Manfred Ozeanien Caribbean.






